Nr.5 lässt sich ganz hervorragend als Hammer oder auch Quetsch-/ Mahlgerät benutzen bei beschriebener Haltung in der Hand.



Blaue Einkreisungen zeigen mögliche Benutzungsspuren als Schlaginstrument, gelbe Einkreisung ganz allgemein ziemlich deutlich Spuren als Quetsch-, Mahl- oder Formungsgerät. So wurde auch die sehr dicke, helle Patinierung abgetragen, am dunkelsten in der weißen Einkreisung. Rote Markierungen zeigen Zerstörung und Schleifspur durch Pflug, ect.. Bei einem Alter dieser Spuren, außer Pflug ect., von zirka, vielleicht 122.000 Jahren eigentlich noch gut zu erkennen.







Daumenbereich in unterschiedlicher Perspektive und verschiedene Belichtung, Kontrast der Fotos.



Daumenbereich in feinster Druck-Technik perfekt geformt, vielleicht ja auch für den unteren Daumenbereich, sehr wahrscheinlich durch landwirtschaftliches Eisengerät nun abgesplittert. Ich gebe ja zu, für Westeuropa ist diese Bearbeitungstechnologie erst zum Solutreen beschrieben, da war hier grad dick Eis über den Hügeln, vor gut 20.000 Jahren in Mitteleuropa. An dieser Stelle Erwähnenswert ist vielleicht das 2010 in Südafrika zirka 75.000 Jahre alte Artefakte mit dieser Technologie hergestellt gefunden wurden, wobei auch Erhitzung eine Rolle spielte. Bis dahin galt das westeuropäische Solutreen als erste Zeit der Drucktechnologie zur Bearbeitung von Flint . . . Silex, Stein Weltweit. Nur Nr.34 scheint noch in dieser Technik geformt zu sein, ist aber für das Neolithikum eher zu groß? Wissenschaftlern in Österreich gelang wohl der Nachweis sehr ähnlicher Spitzen für den Neandertaler im Alpenraum. Ist dies tatsächlich so gewesen, könnte der Neandertaler so etwas ähnliches wie Bögen gehabt haben, mindestens Speerschleuder, also sehr leichte Speere. Somit dann nicht der Jungsteinzeit zu zuordnen, Nr.34 ist für typische Speere doch zu klein, für Pfeil und Bogen zu groß? Fragezeichen, weil verwertbares Material zu diesen ganz typischen neolithischen/jungsteinzeitlichen Pfeilspitzen inklusive verlässlichem Größenvergleich im Internet bisher nicht gefunden werden konnte. Wobei die Pfeilspitzen der Kulturen vor der Jungsteinzeit nach dem Ende der eiszeitlichen (Mega)fauna nur halb so groß und 2/3 leichter sind, hier Nr. 43, 44, 49, 59 und 60. Vom Gewicht her genau passend zu einer Expertenpublikation dieser Kulturen und der Ballistik ihrer Pfeile.

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