Eröffnet wurde das Gespräch am 13.2.18, in Strausberg, von Seiten des Gebietsreferenten mit einer Anmerkung zu Bernau und einer Person die mir nicht bekannt war. Auf Nachfrage stellte sich heraus das der Leiter des Bernauer Museums gemeint war. Ok, aber??

Es wurde alles komplett verneint, was ich zu den Steinen denke, auch weil im Prinzip alles was zeitlich vor dem Holozän liegen könnte, unsere aktuelle Warmzeit, in Brandenburg sehr schwierig ist. Soweit nichts neues und das wurde durch Aussagen zu Eisdruck, Geschiebemergel und sonstigem was dieser Eisdruck auf die nun noch mehr komprimierten saalezeitlichen und auch theoretisch darunter vorhandenen elstereiszeitlichen Moränen verursacht, unterstrichen. Gleichzeitig wurde behauptet alle hier vorliegenden Formen der Steine das Ergebnis genau dieser eiszeitlichen Bewegungen und Drücke sein können, gemeint war sicher nur die Weichseleiszeit. Nun, da ist er derjenige der viel mehr gesehen hat als ich, der Experte dem Mensch glauben sollte? Das ist nur das Kinderspiel welcher Stein gut in der Hand liegt, bei Wiederholung dieser Aussage ging ich darauf ein mit der Bestätigung, ja, natürlich, genau so wurde es gemacht, genau das denke ich ja die ganze Zeit. Dann wurden die Feinheiten gemacht.

Es fehlt halt noch das klassische Neandertaler Werkzeug Kernstein denke ich und die Schichten ect. müssen geprüft werden sagt der Referent, also Geologen Termin, gut vorbereitet, Super und vielen Dank. Ich kann es gar nicht erwarten, aber jetzt ist erstmal Winter.

Entschieden widersprach ich der Behauptung alles von alleine so entstanden, Nr. 7 ?? wie soll solch ein Profil entstehen im Boden irgendwelchen Drücken ausgeliefert?? Die Blasen weisen ganz klar auf eine Entstehung durch Bohreinwirkung im Loch symmetrisch von der Mitte her hin. Die poliert wirkenden, dunklen Stellen, exakt passend zu einem Griff um dann in klassischer, bewiesener Art und Weise in Pyritknolleneinkerbungen Funken zu erzeugen. Diese dunklen Stellen überlagern eine helle Patinierung welche auch auf den Blasen liegt. Hab ich so oft gelesen, den Hinweis das solche mehrfach benutzten Steine auf mehrfach belegten Plätzen immer wieder gefunden wurden, bis in die Bronzezeit hinein benutzt, speziell diese Form. Oder Nr.5, die sehr fein gearbeitete, an Daumenform angepasste Stelle für den Daumen. Die Rundung für den Zeigefinger ist nicht wirklich Rund, aber dafür mit Birkenpechsand als Ausgleich behaftet, wie auch sonst an diesem Werkzeug noch Birkenpechsand Anwendung fand, wie ich denke. Selbst für den kleinen Finger gibt es eine kleine Kerbe. Ach, da gab es einen Birkenwaldbrand durch Blitz usw., ja ich hab auch einiges an Phantasie wie ja hier zu lesen ist. Nr.4 knochenartig wurde energisch verneint, mit der Bemerkung das Dieser zu dick sei, 11mm, ich hab keine Erfahrung, aber zu dick, beim Neandertaler am Schädel oder Hüfte??

Ganz allgemein wurde gleich zum Anfang des Gesprächs behauptet kein Archäologe würde in Brandenburg einen paläolithischen Fund bestätigen, auf die Schnelle. Allerdings denke ich, dass dafür kaum geeignetes Personal in Berlin Brandenburg verfügbar ist. Fast alle beschäftigen sich mit dem Mesolithikum, schrieben und schreiben Bücher darüber. Wenn Jänschwalde Kernstein und Abschlag nicht in dieser klar analysierten Schicht mit Knochen ect. gefunden worden wären, im Prinzip auf dem Präsentierteller, gereicht von Vattenfall, würden sie wahrscheinlich immer noch mit den Achseln zucken, ja das denke ich, leider kein wirkliches Vertrauen.

Des Referenten Teilnahme an den Ausgrabungen in Bilzingsleben nutzte er als Argument gegen meine Annahmen hier, sah ganz anders aus. Seit Nr.1, gleich nach dem Aufheben am 27.09.1996, denke ich das dies hier der Zugang zu tatsächlich anderen, mit bis jetzt nirgends beschrieben Steinwerkzeug(en) auf hohem spezialisiertem, technischem Niveau handelt, sehr alt. Für mich wurde das mit fast jedem weiteren Stein bestätigt.

Für die Zurückhaltung habe ich natürlich auch Verständnis, welcher Mensch möchte sich schon gerne blamieren wegen fachlicher Inkompetenz bezüglich einer Fehlanalyse. Da hoffe ich das der Geologen Termin wirklich stattfindet, gut vorbereitet. Sollte ich daneben liegen, was ich seit dem 29.8.17 ausschließe, ist es für mich als nicht Studierter und nicht Experte sicher nicht so blamabel und rufschädigend. Allerdings könnte Experte ja wenigsten eine mögliche Wahrscheinlichkeit formulieren, nein, totale Verneinung, grins.

Meine Instinkte sagten mir das es aber noch weitere Gründe geben muss für diese Zurückhaltung, konkrete Verneinung und es wurde um viel mehr Zeit gebeten. Letztlich fand dieses Gespräch nach immer stärkerem Druck meinerseits statt, erstaunlicher Weise war der Gebietsreferent nach Kontaktaufnahme zur unteren Denkmalschutzbehörde plötzlich sehr zugänglich, Terminangebot bei ihm in Wünsdorf. Nein, da dachte ich jetzt nur noch über die untere Denkmalschutzbehörde in Strausberg. Der Bezug zum Leiter des Museums in Bernau zum Anfang des Gesprächs war mit der Annahme ich wohne in Bernau verbunden. Obwohl ich lange vorher meine Wohnadresse mitteilte. Vielen Dank für die Einladung zur Mitwirkung an einer mesolithischen Fundstelle in diesem Jahr, zusammen mit ehrenamtlichen Bodendenkmalpflegern und der Wissenschaftlerin welche für dieses Gespräch mit angekündigt war, also zum Gespräch in Wünsdorf. Eine Mesolithikum Spezialistin.

Ergänzung 14.6.18 - Hab lange darüber nachgedacht ob ich das hier erwähne. Der studierte Experte wollte von mir überzeugt werden. Meine Antwort war das ich ja hilfesuchend dieses Treffen quasi erzwingen musste. So wurde im Stile altindogermanischem Kastenverhaltens, vielleicht auch römisch, imperialen Gesellschaftsgewandt diese Geschichte gedisst? Von wegen frisst nur Kapazitäten da sie sich nun kümmern müssen. Zur Profilkarte hieß es nur genervt, wir kümmern uns, eine weitere Entdeckung in dieser langen Geschichte, 4 Tage vor dem Gespräch. Hier noch ein Naivitätsabgleich meines Denkens, denn sehr gerne hätte ich unwissend, nur Gedanken alleine zu Nr.1, dies hier alles schon 1996 in qualifizierte Hände gegeben, inklusive Verdacht zum westlichen Strukturhügel. Heute weiß ich absolut unrealistisch, nur deshalb bin ich ja hier jetzt an diesem Punkt angekommen. Ich muß es tatsächlich bis zur letzten Konsequenz selbst machen, exklusive da rumgraben, geht aber hoffentlich dank www. Immer fehlte die Zeit, so ging es erst 2010 langsam weiter, die Hügel liegen weit weg von zu Hause. Fruchtfolgen, frisch gepflügt und am besten blank geregnet mußte es schon sein um was zu finden.

Gut das ich von 1976 bis 1983 viel paläolithisches, paläontologisches, mineralogisches und geologisches Wissen voll kindlichem Eifer und Interesse aufsaugen konnte, nur deshalb konnte ich Nr.1 überhaupt erkennen. Auch die 3 letzten Eiszeiten/Kaltzeiten des gut 30 Millionen Jahre dauernde siebente Eiszeitalter, nach Definition mindestens eine Polvereisung, dieses beeindruckenden Höllenplaneten und Klima ganz allgemein war immer Thema. Von 1980 bis 1992 arbeiten mit Ton, Holz und Stein bis zur Fähigkeit jede gewünschte Form zu modellieren, ganz klein wie auch Büstengröße oder Torsos, 1:1. Außerdem lebenslange Faszination für alles was sich Vorgeschichte nennt. Geschichte, ungefähr 6.000 Jahre gegenüber Vorgeschichte, stetig wachsend, die Erkenntnisse und Jahreszahlen, das Alter. Aber schon lange nicht nur 1.200.000 Jahre wie zum Beginn meiner leidenschaftlichen Beschäftigung mit diesem Thema, 1976. Reaktivierung dieser Leidenschaft 1996 . . . durch die Spuren dieser Steine hier.

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